Instrumente

Flächen sparen

Eine flächensparende und bodenschonende Siedlungsentwicklung kann zum Beispiel durch Bebauungspläne, Stadtentwicklungskonzepte oder Regionalpläne befördert werden. Dabei müssen die Öffentlichkeit, Behörden und viele weitere in die Maßnahmen involvierte Akteure wie Eigentümer:innen von Grundstücken, Wohnungsunternehmen sowie Stakeholder aus Gewerbe und Industrie ziel- und lösungsorientiert eingebunden werden.

Bestand qualifizieren und Flächennutzungskonflikte lösen

Die Nutzung bestehender Flächenpotenziale im Bestand, eine hohe Flächeneffizienz und eine wirksame Begrenzung der Flächenneuinanspruchnahme sind wesentliche strategische Aspekte einer flächensparenden Siedlungsentwicklung. Es gilt dabei, vorausschauend und bedarfsgerecht zu planen und dabei Nutzungsziele und Nutzungsinteressen zahlreicher Flächenakteure möglichst frühzeitig und umfassend zu berücksichtigen. Zahlreiche Themen und Belange der Stadt- und Gemeindeentwicklung sind dabei integriert zu betrachten: Flächenbedarfe für Wohnen, Gewerbe, Mobilität, Grün- und Freiraumversorgung und Landwirtschaft sind ebenso zu berücksichtigen wie die Umweltbelange sowie Erfordernisse des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. Das macht Planungsprozesse komplex, weil die Interessen und Belange auf nur begrenzt verfügbarer Fläche berücksichtigt werden müssen und dabei auftretende Flächennutzungskonflikte zu bewältigen sind.

Instrumente und Werkzeuge integriert und zielorientiert einsetzen

Eine flächensparende und bodenschonende Siedlungsentwicklung mit einer Minimierung der Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke erfordert entsprechende Planungsprinzipien. Dazu gehören das Prinzip der vorrangigen Innenentwicklung und der Funktionsmischung, die durch den Einsatz passfähiger Instrumente und Werkzeuge unterstützt werden müssen. Bei der Regionalplanung, der Bauleitplanung oder der informellen Planung sind geeignete Formen der Bürgerbeteiligung einzusetzen. Sie sollen die möglichst umfassende Berücksichtigung von Bedarfen vor Ort durch gute Kommunikation und Kooperation der relevanten Akteure ermöglichen, damit flächenbezogene Planungen und Entscheidungen eine möglichst große Akzeptanz und zugleich hohe Qualität erhalten.

… mit Planungsprinzipien

Das Ziel, weniger Böden und Flächen neu zu beanspruchen, kann durchgeeignete Planungsprinzipien unterstützt werden. Diese berücksichtigen die jeweiligen Siedlungsstrukturen mit ihren individuellen Entwicklungsdynamiken, aus denen jeweils unterschiedliche Bedarfe z. B. in Bezug auf Wohnraum bzw. Gewerbe- oder Erholungsflächen resultieren. Stichworte, die in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert werden müssen, sind z. B. die qualifizierte und vorrangige Entwicklung im Bestand, die Entwicklung des Freiraumsystems, eine ökologisch ausgerichtete Mobilität, kooperative Prozesse der Planung, transparente Entscheidungen sowie interkommunale und regionale Perspektiven. Weiterlesen >

… mit Instrumenten und Werkzeugen

Ein gut gefüllter Kasten voller Instrumente und Werkzeuge steht Planenden und Entscheidenden zur Verfügung, um bei der Siedlungsentwicklung die Belange eines sparsamen Umgangs mit Flächen zu berücksichtigen. Formelle und informelle Planungsinstrumente wie Pläne und Konzepte mit unterschiedlicher Bindungswirkung sind hier die wichtigen Hebel. Viele Werkzeuge dienen dazu, Flächen und ihre Potenziale für das Bauen oder das Stadtgrün zu bewerten oder verschiedene Planungsvarianten zu vergleichen. Damit unterstützen sie Planungen und Konzepte und helfen dabei, Entscheidungen vorzubereiten. Weiterlesen >

… mit Bürgerbeteiligung

Der Umbau des bestehenden Quartiers, das neue Gewerbegebiet am Rand der Gemeinde, die geplante Umgehungsstraße oder der neue Windpark vor den Toren der Stadt sind Themen, die vor Ort bewegen und auch polarisieren können. Das Maß der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Siedlungsentwicklung kann von der Information bis zur aktiven Mitplanung reichen. Weiterlesen >

… mit Kommunikation und Kooperation

Damit Planungen und Entscheidungen erfolgreich und möglichst ausgewogen umgesetzt werden können, bedarf es einer guten Kommunikation und Kooperation. Dazu gehört, dass Vor- und Nachteile von Entscheidungen zum Umgang mit Flächen benannt werden sollten, ebenso wie die Sichtweisen verschiedener Akteure und Interessengruppen. Welche Ziele und Interessen werden geteilt, wo bestehen Differenzen und was muss miteinander ausgehandelt werden? Eine auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittene Kommunikation und Information ist wichtig, um Chancen und Probleme zu erkennen, einander besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln oder tragen zu können. Weiterlesen >