... mit Kommunikation und Kooperation

Damit Planungen und Entscheidungen erfolgreich und möglichst ausgewogen umgesetzt werden können, bedarf es einer guten Kommunikation und Kooperation. Dazu gehört, dass Vor- und Nachteile von Entscheidungen zum Umgang mit Flächen benannt werden sollten, ebenso wie die Sichtweisen verschiedener Akteure und Interessengruppen. Welche Ziele und Interessen werden geteilt, wo bestehen Differenzen und was muss miteinander ausgehandelt werden? Eine auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittene Kommunikation und Information ist wichtig, um Chancen und Probleme zu erkennen, einander besser zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln und mitzutragen.

Kommunikation und Kooperation in der Stadtplanung sorgen dafür, dass verschiedene Akteure wie Verwaltungen, Fachplaner:innen, Bürger:innen sowie weitere Stakeholder und Interessengruppen in einem komplexen Prozess interagieren. Dabei werden soziale, ökologische, wirtschaftliche und gestalterische Aspekte miteinander verknüpft.

Kommunikation

Kommunikation in der Stadtplanung dient dem Austausch von Informationen, Ideen und Meinungen zwischen allen relevanten Beteiligten. Sie macht Ziele, Prozesse und Maßnahmen transparent und ermöglicht es den Beteiligten, ihre Perspektiven in die Stadtplanung einzubringen beziehungsweise auszutauschen. Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Online-Portale oder Stadtteilgespräche haben das Potenzial, zielgruppengerecht zu informieren und Vertrauen zwischen den Akteuren aufzubauen. Sie ebnen den Weg für eine aktive Mitwirkung der verschiedenen Akteure an den Planungsprozessen. Kommuniziert werden kann und darf alles – von technischen Sachverhalten über planungsbezogene Regelungen bis zu planerischen oder städtebaulichen Lösungen zum Beispiel für Wohnen, Gewerbe, Mobilität oder Grün.

Kooperation

Kooperationsprozesse dienen der aktiven Zusammenarbeit verschiedener Akteure, um bei der Erarbeitung und Umsetzung von Plänen und Konzepten gemeinsame Lösungen zu entwickeln. An derartigen Kooperationen sind die unterschiedlichsten Akteure beteiligt: Ämter mit verschiedenen Zuständigkeiten wie zum Beispiel für Stadtplanung, Umwelt, Verkehr oder Bauaufsicht, Kommunalpolitik, Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Vereine, wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen sowie Anwohner:innen. Kooperationsprozesse helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, Ressourcen effizient zu nutzen und innovative Ideen zu fördern und damit auch die Qualität und Akzeptanz von Planungen und Konzepten zu sichern. Formen der verwaltungsinternen Kooperation sind zum Beispiel ämterübergreifende Arbeitsgruppen oder Projektteams. Planungswerkstätten oder Reallabore sind häufig inter- und transdisziplinär besetzt, hier wirken oft Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Unternehmen und der Zivilgesellschaft zusammen. Auch auf interkommunaler oder regionaler Ebene bestehen Kooperationen zum Beispiel im Rahmen der gemeinsamen Flächennutzungsplanung, bei der Erarbeitung von Wohnraumversorgungskonzepten, bei der Abstimmung von Planungen über Gewerbegebiete oder großflächigen Einzelhandel. Die Kooperation auf übergemeindlicher Ebene ist häufig in Zweckverbänden, im Zuge von verfassten Stadtregionen, in regionalen Planungsverbänden oder auch in Städtebündnissen organisiert.