Weil Flächenschutz und Biodiversität einander bedingen
Weniger Flächeninanspruchnahme und weniger Bodenversiegelung bedeuten mehr Lebensraum und intakte Landschaft. Freiflächen und Böden, die von Bebauung beziehungsweise Versiegelung verschont werden, dienen nicht nur als Erholungsort, sondern sind ebenso ein Habitat für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Natürliche Lebensräume wie Wiesen, Wälder, Feuchtgebiete oder Ackerraine sind wichtige Rückzugsorte für viele Tier- und Pflanzenarten. Größere zusammenhängende Flächen sorgen für den Erhalt und die Vernetzung von Lebensräumen und erhalten Natur- und Kulturlandschaften. Zusammenhängende, vielfältige Landschaftsstrukturen sind wiederum eine Voraussetzung für stabile und widerstandsfähige Ökosysteme. Zahlreiche ökologische Leistungen wie Bestäubung, sauberes Wasser, fruchtbare Böden und ein stabiles Klima hängen von intakten Ökosystemen ab. Hieran wird deutlich, dass ein vorsorgender Umgang mit Fläche gleichermaßen bedeutend für Biodiversität, Wasserhaushalt und Klima ist. Daher ist ausreichend Raum für die Natur zu belassen, um die Biodiversität langfristig zu sichern.
Der Boden ist ein Handlungsfeld der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS), die die für den Biodiversitätsschutz zentralen Themen in zahlreichen Handlungsfeldern mit Zielen und Maßnahmen unter einem strategischen Dach bündelt.
- Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 (Beschluss des Bundeskabinetts vom 18. Dezember 2024)
- Umweltbundesamt (2026): Bodenfunktionen