Daten nutzen, Lücken schließen
Baulücken- und Leerstandskataster Niedersachsen
Das Baulücken- und Leerstandskataster (BLK) wurde speziell für niedersächsische Kommunen entwickelt. Es ist ein Dienst der niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung (VKV) und steht ihnen zur internen Verwendung zur Verfügung.
Es verfügt über zwei Nutzungsschwerpunkte:
- Anzeige der Altersstruktur der Einwohner. Die Bewohner eines Flurstücks werden nach Altersgruppen visualisiert. Hierbei weisen fehlende Meldedaten auf potenzielle Leerstände hin. Die Daten bieten den Kommunen eine wichtige Unterstützung bei der Stadt- und Ortsentwicklungsplanung zum Beispiel zu den Themen Schulen, Schulwege, Spielplätze, Senioren- und Nahversorgungseinrichtungen sowie ärztliche Versorgung.
- Erfassung und Anzeige von Leerständen und Baulücken. Die datentechnische Erfassung, die einfach und ohne spezielle Schulung möglich ist, erlaubt Auskunft über räumliche Häufungen von bestehenden Wohn- und Gewerbeleerständen, über Innenentwicklungspotenziale oder drohende Leerstände.
Die Daten werden visualisiert und geben den Kommune Auskunft unter anderem über potenzielle Leerstände, die drohende Überalterung von Quartieren oder der Bedarf an sozialen bzw. Versorgungsinfrastrukturen.
Dank dieser datenbasierten Informationen sind Kommunen in der Lage, Fehlinvestitionen in neue Baugebiete und Infrastrukturvorhaben zu vermeiden, die Innenentwicklung gezielter zu fördern und die Versorgung mit Senioren- oder Nahversorgungseinrichtungen besser zu steuern.
Nach Abschluss eines Vertrages mit der jeweils zuständigen Regionaldirektion des Landesamts für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) erhalten die Kommune den Zugang zu dem kostenpflichtigen Dienst des Baulücken- und Leerstandskataster (BLK).
Das Baulücken- und Leerstandskataster wird von etwa einem Viertel der Kommunen Niedersachsens eingesetzt.
Das Baulücken- und Leerstandskataster ist im Modellprojekt „Umbau statt Zuwachs - Regional abgestimmte Siedlungsentwicklung von Kommunen" der Regionalen Entwicklungskooperation (REK) Weserbergland plus entstanden und wurde im Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) „Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge" des Regionalmanagements Mitte Niedersachsen weiterentwickelt.