... in den Regionen
Dialoge auf regionaler Ebene können Themen behandeln, die die Verflechtungen zwischen den Gemeinden verdeutlichen. Hierzu zählen der Wohnraumbedarf, Gewerbeansiedlungen, Verkehrsinfrastrukturen, der Freiraumschutz oder die Erzeugung regenativer Energien. Mit Blick auf die Ressource Fläche stehen diese Herausforderungen in einem engen Kontext mit der Konkurrenz um Einwohner:innen und Arbeitsplätze, die Ansiedlung großer Unternehmen und eine damit oftmals verbundene Zersiedelung der Landschaft und Anforderungen an die verkehrliche Erschließung von neuen Wohn- und Gewerbeansiedlungen.
Akteure des Dialogs auf regionaler Ebene sind Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, der Regionalplanung oder regionaler Zweckverbände, Fachbehörden, Wirtschaft, Landwirtschaft, Umweltverbänden und Zivilgesellschaft. Sie diskutieren, welche Flächenpotenziale in der Region bestehen, wo Entwicklung sinnvoll ist und wo Flächen besser geschützt werden sollten. Grundlage solcher Gespräche bilden oft Daten aus Flächenmonitoring-Systemen, Regionalplänen oder Flächenmanagementkonzepten, die eine sachliche und transparente Diskussion ermöglichen.
Ein zentrales Ziel des Dialogs ist es, gemeinsame Strategien und Leitbilder für eine nachhaltige Flächenentwicklung zu erarbeiten. Dabei geht es nicht nur um die Begrenzung der Neuinanspruchnahme von Boden, sondern auch um die Qualität der Flächennutzung: Wie können Innenentwicklung, Nachverdichtung und Brachflächenaktivierung gestärkt werden? Welche Flächen sind für Klimaanpassung, Landwirtschaft oder Naturschutz unverzichtbar?
Der Dialog auf regionaler Ebene bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Interessen besser zu koordinieren und abzustimmen. Hierbei können die Flächenpotenziale in der Region, die Stärken bestimmter Standorte in der Region zum Beispiel für Wohnen, Gewerbe und Naherholung sowie räumliche Prämissen für den Schutz von Flächen erörtert werden.
Dialogische Ansätze fördern damit eine Kultur der Zusammenarbeit auf regionaler Ebene.