Ländliche Entwicklung in Bayern

Vitalitäts-Check zur Innenentwicklung für Dörfer und Gemeinden

Der Vitalitäts-Check der Bayerischen Verwaltung unterstützt Gemeinden dabei, ihre künftige Ortsentwicklung an sich verändernde Rahmenbedingungen wie zum Beispiel den demographischen Wandel oder den Strukturwandel in Wirtschaft und Landwirtschaft anzupassen, um vor Ort langfristig den Erhalt der Wohn- und Lebensqualität zu sichern. Hierbei werden Aspekte des Siedlungsgefüges und des Gebäudebestands, der Versorgung und der Arbeitsplatzsituation oder der Anpassung sozialer und technischer Infrastrukturen berücksichtigt.
Es werden dabei folgende fünf Themenfelder fokussiert:

  • Bevölkerungsentwicklung,
  • Flächennutzung, Siedlungsstruktur und Bodenpolitik,
  • Versorgung und Erreichbarkeit,
  • bürgerschaftliches Engagement,
  • Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Basis für den Check ist die Erfassung von Daten zur gemeindlichen Situation in diesen Themenfeldern entlang von hierfür empfohlenen Indikatoren.
Insbesondere für die Analyse der Siedlungsstruktur und der Flächenpotenziale steht eine Flächenmanagement-Datenbank zur Verfügung, die in das Werkzeug integriert ist. Hiermit können einzelne Gebäude und Flächen betrachtet werden.

Der Vitalitäts-Check verläuft in fünf Schritten. Gestartet wird mit der Sammlung und Aufbereitung der Informationsgrundlagen und Datenbanken. Es folgt die Erfassung der Innenentwicklungspotenziale und Wohnbaulandbedarfe mit Hilfe der Flächenmanagement-Datenbank. In einem dritten Schritt werden wesentliche Inhalte wie zum Beispiel Planaussagen zur Innenentwicklung, Wohnungsbedarfe, Baulandpreise, Aspekte der Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Angaben zur Breitbandversorgung oder zum Vereinswesen zusammengestellt. Anschließend werden Karten und Berichte erstellt, in welche die vorher zusammengetragenen Informationen einfließen. Im fünften Schritt erfolgt schließlich die Interpretation und Einordnung der Ergebnisse in Form einer Festlegung von thematischen und räumlichen Handlungsprioritäten.

Mit Hilfe des Vitalitäts-Checks werden die Informationsgrundlagen aufbereitet, die für eine strukturierte Diskussion von Entwicklungszielen, Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmenvorschlägen erforderlich sind. Diese können dann in kommunale Planungen oder Konzepte für die Innenentwicklung münden.

Der Vitalitätscheck wurde im Jahr 2006 eingeführt und seitdem laufend weiterentwickelt. Ein Leitfaden erleichtert den Anwender:innen den Umgang mit dem Werkzeug.