Vorfahrt für Innenentwicklung

1_3_01_Fotolia_56653639_M - Heiko Küverling.jpg

Fachwerkhäuser im Stadtzentrum von Quedlinburg
Fachwerkhäuser im Stadtzentrum von Quedlinburg
Aktive Kommunen gefragt

Was macht man, wenn Innenstädte und Ortskerne veröden, immer mehr Geschäfte und Häuser leer stehen? Wie können Kommunen diese ‚Kern-Flucht' stoppen oder womöglich sogar eine Trendwende einleiten?

Für die Wiederbelebung von Zentren, Orts- und Dorfkernen spielt das Prinzip "Innen- vor Außenentwicklung" eine entscheidende Rolle. Im Fokus steht dabei der effektive und nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Flächen. Anstatt ein neues Wohngebiet in der Peripherie zu planen, könnte man mit Hilfe eines Leerstandskatasters freie Wohnungen und Häuser im Ortskern erfassen - und dafür potenzielle Interessenten begeistern. Oder man setzt auf Brachflächenrecycling, Nachverdichtung und die Aktivierung von Baulücken, um lokale Flächenpotenziale zu erschließen.

"Innenentwicklung" vermindert nicht nur den Flächenverbrauch, sondern trägt auch zur Auslastung bestehender Infrastrukturen bei - und senkt damit die Kosten für Bürger und Kommunen.    

Fachwerkhäuser im Stadtzentrum von Quedlinburg

Auch interessant:

Innenentwicklung – mit Augenmaß

Flächensparende Stadthäuser im Grünen
Qualitäten stehen bei der Innenentwicklung im Vordergrund
Innenentwicklung hat unbestrittene Vorteile. Eine zu starke und den örtlichen Bedingungen nicht angemessene Verdichtung wäre allerdings kontraproduktiv. Um die Lebensqualität durch Innenentwicklung zu steigern, sind auch hier qualitative Vorstellungen nötig.

„Dorf und Du“ im Wetterau-Kreis

Marktplatz Butzbach
Drei hessische Pilotgemeinden schaffen Lebensqualität in ihren Zentren
Die hessischen Gemeinden Butzbach, Nidda und Ortenberg nutzen ihr Potenzial an Wohngebäuden und öffentlichen Einrichtungen und entwickeln eine Strategie für nachhaltige Ortsentwicklung in der Region Wetterau/Oberhessen.

Innenentwicklungsmaßnahmengebiet ...

Eine innerstädtische Brachfläche
... ein neues baurechtliches Instrument zur Mobilisierung von Flächen?
Viele Kommunen stehen vor dem Problem, vorhandene Potenziale im Innenbereich nicht mobilisieren zu können. Grund ist häufig eine fehlende Entwicklungsbereitschaft der Eigentümer.

Das „Urbane Gebiet“

Geplantes „Urbanes Gebiet“ auf der Wallhalbinsel in Lübeck
Neue Möglichkeiten für Innenentwicklung und Nutzungsmischung
Die neue Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ erleichtert den Wohnungsbau im Innenbe-reich, führt zu einer größeren Nutzungsmischung und trägt zu einer Stadt der kurzen Wege bei.

Bürgerfonds stärken Ortszentren

Bleicherode
Erhalt, Sanierung und Nutzung von historischen Fachwerkgebäuden
Stadtentwickler und lokale Bürgergruppen erproben einen „Bürgerfonds“ als Finanzierungsmodell, um historische Bausubstanz in zentraler Lage von Fachwerkstädten zu sanieren und neu zu nutzen.

Buchholz i. d. Nordheide: Aktive Gestaltung des Stadtkerns

Buchholzer Innenstadt: Testentwurf
Buchholzer Innenstadt: Bestand
Gemeinsam mit den Eigentümern wertet Buchholz die Innenstadt auf.
Durch eine konsequente Aktivierung der Eigentümer beseitigt Buchholz i. d. Nordheide Missstände im Innenbereich und verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.